" ... bin im leo ! "

als ausruf

beim fangenspielen (abklatschen) bezeichnet den

"geschützten bereich",

wo man nicht geschlagen werden kann.

dabei muss man einen bestimmten gegenstand berühren,

der vorher als "leo" definiert wurde.

 

" ... bin im leo ! " ist "geschützter bereich"

 

wir wünschen unseren gästen,

dass sie sich bei uns

in so einem geschützten bereich fühlen!

 

der name leopold

     althochdeutsch - liutpold

       liuti - "volk"

       pold - "kühn"

       "der kühne seines volkes"

 

leo - der löwe

 

historische hintergründe

unter dem unvollendeten nordturm des stephansdoms

befindet sich das adlertor.

an einer säule des portals befindet sich ein eisenring,

der einer spule ähnelt,

der sogenannte asylring,

(auch "leo" genannt) weil leopold VI diesen ort als

zufluchtstätte bestimmte.

 

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untergebene, die sich zu unrecht verfolgt fühlten,

konnten hier - indem sie den ring berührten -

schutz vor verfolgung finden.

 

ursprünglich ist es ein relikt aus der bauzeit des turms,

die spule einer seilwinde.

 

markgraf leopold III. der heilige 1075 bis 1136

vater von 18 kindern regierte ab seinem 20. lebensjahr

die ostmark (wien und niederösterreich) sehr friedlich,

während in angrenzenen ländern unruhe und

krieg vorherrschten. um den frieden zu erhalten

lehnte er sogar die deutsche kaiserkrone ab.

man ist in der von "leo" beschützen ostmark!

vermutlich daher die gebietsbezogenheit des ausrufs

" ... bin im leo ! " auf wien und niederösterreich

landespatron von wien und niederösterreich

15. november

gründer der klöster:

klosterneuburg, heiligenkreuz, klein mariazell

heiligsprechung am 6. jänner 1485

durch papst innozenz VIII.

 

 "vierzig jahre hat er österreich regiert und zwar in zeiten,

 da jedermann in deutschland durch blutige kriege, durch mord,

 brand und verwüstung in schrecken gesetzt wurde.

 er aber regierte ruhig, höchst gerecht und menschenfreundlich.

 und während andere länder vom blute trieften,

 erhielt er das ihm anvertraute österreich

 im gottgefälligen frieden."

 

politischen konflikten ging leopold konsequent

aus dem weg und widmete sich vor allem

dem ausbau und wohlstand seines herrschaftsgebietes.

unter seiner herrschaft erfolgten die entscheidenden

anstösse zur entwicklung eines österreichischen

landesfürstentums und eines landesbewusstseins.

dadurch erwarb er sich den ruf eines friedliebenden

und unabhängigen fürsten.

unter den deutschen fürsten hatte er sich

grösste achtung errungen, so dass er als nachfolger

kaiser heinrichs V. vorgeschlagen wurde.

der fromme und kluge fürst aber verzichtete 1125

 offiziell auf die ihm angebotene kaiserkrone,

womit er wahrscheinlich den frieden des landes bewahrte.

 

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